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des Auges

Die Netzhautablösung

Das Auge ist im Prinzip ähnlich wie ein Fotoapparat aufgebaut, bei dem das Licht durch ein Objektiv gebündelt und fokussiert wird und dann den Film belichtet. Durch natürliche Alterungsprozesse ändert sich mit der Zeit die Zusammensetzung des Glaskörpers. Bei vielen Menschen führt dies im Alter zu einer Schrumpfung und schließlich zur Ablösung dieser gelartigen Struktur von der Netzhautoberfläche. Dabei haftet der Glaskörper gelegentlich an einer oder mehreren Stellen fest an der Netzhaut. Durch seine Schrumpfung kann dies dazu führen, daß durch Zug an der Netzhaut ein Netzhautriß entsteht. Hierdurch kann Flüssigkeit unter die Netzhaut gelangen, die Pumpe wird unwirksam und die Netzhaut kann sich von ihrer Unterlage ablösen.

Diese Erkrankung ist selten, nur jeder Tausendste wird in seinem Leben betroffen, jedoch tragen kurzsichtige Menschen ein erhöhtes Risiko.

Ursache der Netzhautablösung

Die meisten Netzhautablösungen werden zunächst nicht bemerkt. Nur manchmal machen spezielle Phänomene wie Lichtblitze (durch Zug an der Netzhaut) oder ein durch Blutzellen verursachter Rußregen auf die Entstehung einer Netzhautablösung aufmerksam.

Wenn eine Netzhautablösung in das Sehzentrum fortschreitet, entsteht ein Gesichtsfeldausfall, der schließlich das gesamte Sehfeld erfassen kann. Unbehandelt führt eine Netzhautablösung zur Erblindung. Darum ist eine augenärztliche Untersuchung bei Auftreten eines dieser Symptome sehr dringend. Immerhin kann man heutzutage in so gut wie allen Fällen die Netzhaut operativ wieder anlegen und das Sehen retten.

Grundziel einer jeden Operation einer Netzhautablösung ist der Lochverschluß. Dazu ist es nötig, den Kontakt zwischen Netzhautriß und Unterlage wieder herzustellen und die Lochränder mit der Unterlage zu verschweißen.

Das Verschweißen erfolgt mit Laserstrahlen oder durch anfrieren mit einer Kältesonde (Cryo). Bei beiden Verfahren wird ein Reiz gesetzt, der zur Vernarbung und damit zum Verschluß des Loches führt. Um die Netzhaut wieder anzulegen, verwendet man zwei grundsätzlich unterschiedliche Verfahrensweisen: die sogenannte Buckelchirurgie oder alternativ die Glaskörperentfernung (Vitrektomie).

Die Buckelchirurgie

Bei der Buckelchirurgie, der klassischen Operationsmethode für Netzhautablösungen, wird von außen eine sogenannte „Plombe“ aus einem weichen Kunststoff so auf den Augapfel aufgenäht, daß im Auge eine Eindellung entsteht. Diese wird so platziert, daß das Netzhautloch auf dem Buckel liegt, so der Zug auf die Netzhaut entlastet und das Loch quasi von außen zugedrückt wird. Dieses Verfahren hat sich seit über 50 Jahren bewährt, ist aber nur bei einfacheren Ausgangssituationen ausreichend erfolgversprechend.

Die Glaskörperentfernung

In den letzten Jahren hat sich aus verschiedenen Gründen immer mehr die Glaskörperchirurgie zur Wiederanlage der Netzhaut durchgesetzt und wird mittlerweile in der Mehrheit der Fälle angewendet. Hierbei wird der Zug des Glaskörpers an der Netzhaut durch die Entfernung des geschrumpften Glaskörpers entlastet. Ohne Zugkräfte auf sie kann die Netzhaut sich wieder anlegen und kann mit dem Laser behandelt werden. Um die Netzhaut bis zur Vernarbund der Laserherde an der Unterlage festzuhalten, wird das Auge am Ende einer Glaskörperoperation meist mit einer Gasblase gefüllt.

Diese steigt nach oben und hält so das Netzhautloch von innen verschlossen. Wenn das Netzhautloch nicht genau oben liegt, muß der Patient ein paar Tage eine bestimmte Position (z.B. Seitenlage) einhalten, um sicherzustellen, daß die Gasblase auch wirklich das Loch verschließt.

Die Operation der Netzhautablösung

Eine frische unkomplizierte Netzhautablösung kann heutzutage in praktisch allen Fällen geheilt werden.

Es handelt sich hier aber um eine Erkrankung mit einer Vielzahl unterschiedlichster Erscheinungsformen und Schweregrade. Ein guter Netzhautchirurg braucht deshalb ein hohes Maß an Wissen und viel Erfahrung. Selbst in den erfahrensten Händen kommt es dabei aber gelegentlich zu Komplikationen, die eine oder mehrere weitere Folgeoperationen notwendig machen.
So kann z. B. eine größere Zahl an Netzhautlöchern, besonders große Risse oder eine ältere unversorgte Netzhautablösung mit Schrumpfung der Netzhaut, eine Operation stark erschweren.

Bei unkompliziertem Verlauf und in Fällen, bei denen die Makula von der Ablösung nicht betroffen war, ist eine Erholung der Sehkraft auf normale Werte wahrscheinlich.

Wenn die Makula einmal abgehoben ist, wird sich in den meisten Fällen eine volle Sehkraft, auch bei erfolgreicher Wiederanlage, nicht ganz wieder einstellen. Eine vollständige Erblindung kann aber fast immer verhindert werden.

Insofern ist es von großer Bedeutung, daß eine Netzhautablösung möglichst bald und in einer Einrichtung mit großer Erfahrung auf diesem Gebiet versorgt wird.

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